Berlin Invitational Series

 

Die „Berlin Invitational Series“ umfasst Laufsport-Veranstaltungen auf der Halbinsel Schmöckwitz Werder im äußersten Südosten der Hauptstadt Berlin („Berliner Südpol“). Dort bietet die schnurgerade, 3 km lange Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Schmöckwitz und Rauchfangswerder ideale Bedingungen für den Straßenlauf auf höchstem Niveau. Die Serie wurde initiiert durch den Race Director des Berlin Marathon, Mark Milde, sowie dem Coach des SCC Events Pro Teams und Erfolgstrainer, Dieter Hogen, die in Zeiten weitgehender Einschränkungen des öffentlichen Lebens durch die seit Beginn des Jahres 2020 grassierende Corona-Pandemie nach der Möglichkeit eines Test-Wettkampfs für das Pro Team suchten.

Da schon in der frühen Phase der Pandemie größere Menschenansammlungen nicht mehr erlaubt waren, musste der geplante Lauf weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, d.h. sehr begrenzte Teilnehmerfelder sowie keine Zuschauer. Ein solches Unterfangen war im Stadtkern von Berlin faktisch nicht zu realisieren, was die Suche nach einem geigneten Ort an die Grenzen der Stadt führte. Dies motivierte eine Suche in Berlin-Grünau, wo auf einem Rundkurs nahe der Regatta-Anlage im Jahr 1984 Jörg Peter und Kathrin Dörre-Heinig großartige deutsche Rekorde gelaufen waren (im Foto oben links). Ferner erfolgten in den letzten Jahren im nahegelegenen Eichwalde die Training-Sessions der Tempomacher vor dem Berlin Marathon (im Foto rote Linie in der Bildmitte).

 

 

In Zusammenarbeit von SCC Events und Helmut Winter, der in dieser Gegend die German-Road-Races Veranstaltung „Die Nacht im Grünauer Forst“ organisierte, erwiesen sich die Randbedingungen für die legendäre Grünauer Strecke aber eher ungünstig, so dass am Ende die Wahl auf eine alternative Strecke auf dem Schmöckwitzer Werder fiel. Wie die anschließenden Veranstaltungen zeigten, bietet die 3 km lange Straße im Waldstück zum Berlin Ortsteil Rauchfangswerder (im Foto rechts) perfekte Bedingungen für Läufe der Leistungs-Elite an. Für den leistungssportlichen Rahmen der bald darauf „Berlin Invitational“ benannten Rennen sorgte dann der bekannte Manager Christoph Kopp, der mit seinem Team vom International Sport Service (ISS) zusammen mit SCC Events für die Durchführung der Veranstaltung verantwortlich zeichnete. Ferner wurden die Laufstrecken vom World Athletics Grade A Vermesser John Kunkeler aus Berlin offiziell vermessen und vom DLV zertifiziert.

Am 7. Juni 2020 (10 km), 12. Juli 2020 (5 km) und 26. September 2020 (10 km) fanden die bisher drei Auflagen dieses Events statt, die durch hochklassige Leistungen und eine Flut von persönlichen Bestleistungen weltweit für Aufsehen sorgten. Die aktuelle Streckenrekorde über 10 km von 27:18 durch Daniel Ebenyo (KEN) bei den Männern und von 30:59 durch Helen Tola (ETH) bei den Frauen belegen dies eindrucksvoll. Diesbezüglich war die Berlin Invitational Series einer der wesentlichen Trigger auch für andere Organisatoren, unter den einschränkenden Bedingungen in Zeiten der Corona-Pandemie der Elite sportliche Wettbewerbe zu ermöglichen.

Die vielleicht letzte Auflage der Berlin Invitational Series fand am 7. März 2021 (10 km) statt, wo beschränkende Auflagen nach wie vor das öffentliche Leben bestimmten. Erst durch Intervention eines Lokalpolitikers konnte die Absage der Veranstaltung seitens der Straßenverkehrsbehörde abgewendet werden. Die Athleten dankten dies bei kühlen Temperaturen mit einem Feuerwerk an Bestleistungen. Daniel Ebenyo und Miriam Dattke von der LG Telis Finanz Regensburg liefen mit 27:50 sowie 31:38 aktuelle Welt-Jahresbestleistungen im 10 km-Straßenlauf. Dazu kamen nationale Rekorde für Kroatien bei den Frauen und für die Niederlande bei den Männern.

 

EIntrag über die Berlin Invitational Series bei WIKIPEDIA